Andy Warhol (1928 Pittsburgh - Manhattan 1987) Marilyn Monroe . Zehn Farbserigrafien, jeweils auf Karton. Jeweils verso wohl mit den Stempeln: "Published by Sunday B. Morning" und "fill in your own signature:" (Gerahmt beschrieben). Blattmaß jeweils: 91,5 x 91,5 cm. Jeweils im Objektrahmen freigestellt und unter Museumsglas gerahmt: 98,7 x 98 cm. Hrsg. von: Sunday B. Morning. Mit beiliegendem Zertifikat der Art Edition-Fils (29.08.2022). Provenienz: Privatsammlung, Aachen. Angaben zum Werk: 1967 schuf Andy Warhol die ikonische Reihe von 10 Serigraphien, die alle das gleiche Gesicht von Marilyn Monroe zeigen. Nur die Farben der verschiedenen Sieb-Flächen wurden variiert. Für die signierten Exemplare aus der Auflage von zunächst 250 Ex. werden heute Preise bis über 100.000 Euro gezahlt. Die Originalauflage war so erfolgreich, dass sich die Druckerei in Belgien entschloss, weitere Exemplare in der Originalgröße und mit den Originalfarben zu produzieren und dem Markt anzubieten. Schnell wurde Warhol und seiner „Factory“ zugetragen, dass illegale Kopien auf dem Markt seien, und man empfahl Warhol, sie verbieten und vernichten zu lassen. Warhol entschied sich aber anders. Die illegalen Kopien wurden durch ihn legalisiert, indem er den Produzenten zwang, jedes Exemplar auf der Rückseite mit den Stempeln „published by Sunday B. Morning“ und „Fill in your own signature“ zu versehen. Diese Stempel sind ein Hinweis darauf, dass die Exemplare nicht von Warhol signiert sind. Die Entscheidung von Warhol zugunsten der Kopien war nicht erstaunlich, wollte er doch popular art, also Kunst für alle machen - und das in so hoher Auflage wie möglich. Angaben zum Künstler: Andy Warhol zählt zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Pop Art. Nach ersten Erfolgen als Werbegrafiker begann er Anfang der 1960er Jahre, Motive der Konsumwelt und Massenmedien in seine Kunst zu überführen. Campbell’s Suppendosen, Coca Cola Flaschen, Dollarnoten und Porträts von Stars wurden zu Ikonen der Pop Art. Mit dem Siebdruck machte Warhol ein industrielles, serielles Verfahren zum zentralen Bestandteil seiner Kunst. In seiner legendären „Factory“ entstanden neben Bildern und Skulpturen auch experimentelle Filme. Neben Konsum und Berühmtheit beschäftigte sich Warhol immer wieder mit deren Kehrseite: Tod, Katastrophen und gesellschaftlicher Gewalt. Seine Porträts von Marilyn Monroe, Elvis Presley, Jackie Kennedy oder Mao gehören heute zu den bekanntesten Bildern des 20. Jahrhunderts. Warhols Verbindung von Kunst, Werbung, Medien und Starkult prägte die Pop Art wie kaum ein anderes Werk.