Herbert Zangs (1924 Krefeld 2003) Ohne Titel (aus: Objects) . Späte 1980er Jahre. Holzbalken, teilweise weiß und sandfarben gefasst, mit Schnitzereien. Am unteren Objektrand in hellgrauer Acrylfarbe signiert: ZANGS. Objektmaß: 9,2 x 44,5 x 7 cm. Im Objektrahmen freigestellt und unter Glas gerahmt: 29,8 x 64,4 x 10 cm. WVZ.: Mit beiliegender Foto-Expertise von Emmy de Martelaere, Archiv Herbert Zangs, vom 22. November 2014. Im dortigen Archiv unter der Nummer "1851" registriert. Provenienz: Kunst kommt nicht von Können. Privatsammlung, Hessen. Angaben zum Künstler: Herbert Zangs zählt zu den eigenwilligen Vertretern der deutschen Nachkriegskunst. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok wandte er sich Anfang der 1950er Jahre zunehmend der Abstraktion zu. Prägend war seine Begegnung mit Wols in Paris sowie eine Ausstellung amerikanischer Künstler 1953 in Düsseldorf, bei der ihn besonders Jackson Pollock beeindruckte. Bekannt wurde Zangs vor allem durch seine frühen „Ver Weißungen“, bei denen er Alltagsgegenstände, Strukturen und Fundstücke mit weißer Farbe überzog. Daneben entstanden Werkgruppen wie die „Rechenzeichen Collagen“, „Scheibenwischer Bilder“, „Pinselabwicklungen“ und „Peitschenbilder“. Sein experimentelles Werk wird dem Informel zugerechnet und nahm Entwicklungen der ZERO Kunst vorweg. Nach längerer Zeit geringerer Aufmerksamkeit setzte mit der Ausstellung „Das offene Bild“ 1993 im Westfälischen Landesmuseum in Münster eine intensive Wiederentdeckung seines Werks ein.