Rosemarie Trockel (1952 Schwerte – lebt in Berlin) Ex Voto Platte . 2000. Farbserigrafie auf Schaumstoff. Am unteren Blattrand mit schwarzem Marker signiert und nummeriert: Trockel, 10/50. Maße: 27,8 x 27,8 x 0,6 cm. Hrsg. von: Texte zur Kunst, Berlin. Provenienz: Privatsammlung, Berlin. Angaben zur Künstlerin: Rosemarie Trockel gilt als eine der bedeutendsten Konzeptkünstlerinnen Deutschlands. Ihr vielseitiges Werk umfasst Skulpturen, Collagen, Keramiken, Strickarbeiten, Zeichnungen und Fotografien, geprägt von subtiler Gesellschaftskritik, ironischen Brechungen kultureller Codes und der Neuinterpretation vermeintlich „weiblicher“ Techniken. Seit den 1980er-Jahren ist sie international bekannt, insbesondere durch ihre maschinell gestrickten Wollbilder, in denen sie Muster, Logos und kunsthistorische Bezüge mit feministischer Kritik verband und so die patriarchalisch geprägte Kunstwelt herausforderte. Auch ihre Skulpturen zeichnen sich durch eine Verbindung von Ironie, ästhetischer Präzision und sozial-politischer Provokation aus. Zu den bekanntesten Arbeiten zählen die Herdplatten-Reliefs, der Schizo-Pullover mit zwei Halsausschnitten, verfremdete Jesusfiguren und spielerische Tierhäuser. Trockels künstlerische Praxis beruht auf Sammeln, Neuordnen und Überschreiben. Das zeigt sich in ihren seit 2015 entstehenden Cluster-Arbeiten aus digital bearbeiteten Fotografien ebenso wie in den Assemblage-Collagen, die häufig eigene Werke zitieren. So versteht Trockel ihre Kunst als offenes, wandelbares Gefüge, das kulturelle Kategorien und Dogmen konsequent infrage stellt.