James Lee Byars (1932 Detroit - Kairo 1997) Ohne Titel. Bleistift auf rotem, zerknittertem Seidenpapier, unikatär bearbeitet. Blattmaß: 64 x 44,5 cm. Provenienz: Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen. Angaben zum Künstler: James Lee Byars war einer der bedeutendsten Konzeptkünstler seiner Generation und arbeitete in Performance, Installation, Skulptur, Film und Zeichnung. In Detroit geboren, studierte er Philosophie, Kunst und Psychologie und lebte zwischen 1958 und 1967 zeitweise in Japan, wo Nō-Theater und traditionelle Schriftkunst sein Werk nachhaltig prägten. Byars führte ein nomadisches Leben und inszenierte in frühen Performances, oft im goldenen Anzug mit Zylinder und verbundenen Augen, rituelle Handlungen zu mystischen und gesellschaftlichen Themen. Später schuf er Skulpturen und Installationen zu „Frage“, „Perfektion“ und „Erhabenem“, meist in einer reduzierten Palette aus Gold, Rot, Schwarz und Weiß. In seinem Spätwerk thematisierte er den Tod, etwa in The Death of James Lee Byars (1994). Er nahm an sechs documenta-Ausgaben und fünf Venedig-Biennalen teil, große Einzelausstellungen widmeten ihm u. a. das MuHKA Antwerpen, Museo Jumex Mexiko-Stadt, MoMA und Whitney Museum in New York.